Bildung – Wirtschaft – Stadtentwicklung: Da geht noch mehr!

Die SPD-Stadtratsfraktion stellt ihre Ziele für die laufende Wahlperiode 2014-2020 vor:

Bei ihrer Klausurtagung am vergangenen Wochenende im fraktionseigenen SPRECHPUNKT. in der Steingasse hat sich die Coburger SPD- Stadtratsfraktion ihre Ziele gesetzt und zu verschiedenen Themen Arbeitsgruppen gegründet.

Bildung von Beginn an“ – dies bleibt weiterhin ein großes Anliegen der SPD Stadtrats-Fraktion. Dabei fordert die SPD ein „Bildungshaus“, welches Kinderkrippe, Kindertagesstätte und Schule verbindet. „Durch die sich abzeichnende räumliche Veränderung des städtischen Kinderhauses ergibt sich die einmalige Chance, eine Einrichtung zu schaffen, in welcher unsere Kinder vom Krippenalter bis zum Verlassen der Grundschule soziale Kompetenz erlernen und Gemeinschaft erleben können“, so Stadträtin Barbara Kammerscheid.

Die Wiederbelebung des ehemaligen Kinderstadtrates bzw. des Runden Tisches Jugend ist ein weiteres Ziel. So sind z.B. das Schachfeld im Josiasgarten oder der öffentliche Bücherschrank auf Vorschlag des Runden Tisches Jugend entstanden. „Beteiligung der Jugendlichen in allen Bereichen bleibt der SPD Fraktion sehr wichtig. Gerade im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Stadt Coburg sind Jugendliche mit ihren Anregungen und Ideen gefragt", merkt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gabriele Morper-Marr an: „Wir stehen hierzu bereits im Dialog mit verschiedensten Stellen, um die Strukturen zu schaffen, in welchen wir die Anregungen von Kindern und Jugendlichen unserer Stadt aufgreifen.“

Jugendliche, aber auch andere, ältere Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt sollen für ein besonderes Projekt begeistert werden: Generationenübergreifende Nachbarschaftshilfe über alle Altersgruppen hinweg, alle gemeinsam, unter einem Dach in bezahlbarem Wohnraum könnte ein solches heißen. Die Entwicklung eines achtsamen Miteinanders in einer lebenswerten Stadt ist das Ziel.

Weil die Zahl der Einwohner in der Coburger Innenstadt stärker abnimmt als im übrigen Stadtgebiet, verfolgt die SPD- Fraktion das Thema "Schaffen von Wohnraum in der Innenstadt" bewusst weiter. Hier haben die Stadträtinnen Bettina Lesch-Lasaridis und Petra Schneider bereits erreicht, dass der aktuelle Wohnungsbestand und die Leerstände durch eine Umfrage bei den Immobilienbesitzern festgestellt werden. „Unser Ziel muss es jetzt sein, für alle Alters- und Einkommensgruppen insbesondere in Obergeschossen Wohnraum zu schaffen: das belebt die Innenstadt - auch nach den Geschäftszeiten“, meint hierzu SPD- Stadtrat Mathias Langbein.

"Wir möchten auch Immobilienbesitzer motivieren, mehr zu tun“, ergänzt Petra Schneider: bisweilen wirken Zugänge zu Wohnhäusern wenig einladend durch Müllcontainer oder unansehnliche Fassaden und Eingangsbereiche. „Man müsste z.B. die Müllcontainer in den Gebäuden unterbringen, insbesondere dort, wo der Eingang zu einer Wohnung in einer Nebengasse liegt“, so Schneider weiter und spricht Beispiele aus der Nägleinsgasse an, von wo aus man in Wohnungen der Spitalgasse gelangt. Daneben sei es nach wie vor wichtig, in der Innenstadt ausreichend Parkraum zu schaffen.

Die Arbeitsgruppe „Stadtentwicklung, Wohnen, Umwelt“ der SPD- Fraktion spricht sich auch für eine weitere Erschließung der Itz aus: an geeigneten Stellen soll der Aufenthalt bewusst gestaltet werden, um den Fluss insgesamt zugänglich zu machen. „Die Itz ist Teil des Grüngürtels unserer Stadt, und wir wollen diesen noch besser für unsere Bürger nutzen“, so die Arbeitsgruppe. Hierbei sei der SPD besonders wichtig, den Baumbestand entlang des Flusses zu erhalten. Gerade die rege Teilnahme an „Itz clean – it's cool“ am vergangenen Wochenende belege das hohe Interesse der Bürger an den Gewässern ihrer Stadt. Gleiches gelte auch für den Goldbergsee: nach den Vorstellungen der SPD soll in einem verträglichen Umfang mit den im Bebauungsplan vorgesehenen weiteren Erschließungsmaßnahmen begonnen werden, um hier auch Investitionen von privater Hand möglich zu machen.

Zum Thema "Wirtschaft / Finanzen" regt die SPD- Fraktion ein regelmäßig stattfindendes Forum des Dialogs zwischen Wirtschaftsvertretern und "der Politik" an. "Dabei denken wir an eine moderierte Veranstaltung zu verschiedenen kommunalpolitischen Themen, an welchen gleichermaßen Gestalter aus der Wirtschaft und interessierte Kommunalpolitiker diskutieren. Hier sollen sich Vertreter des Großunternehmen wie eingeführter kleinerer Betriebe, aber auch Start-Up- Unternehmer treffen", so Fraktionsvorsitzende Bettina Lesch-Lasaridis.

Zur Haushaltskonsolidierung schlägt die SPD- Fraktion vor, z.B. auf die HUK u.a. zuzugehen und um deren Vorschläge zu bitten. "Warum legt nicht z.B. unsere Hochschule ein Semesterprojekt auf mit dem Titel: Konsolidierung eines kommunalen Haushalts am Beispiel der Stadt Coburg ?" fragt ergänzend Stadtrat Dominik Sauerteig. Die SPD würde gerne ein konkretes Wohnraumfinanzierungsprogramm für die Coburger Innenstadt auf den Weg bringen. "Warum haben wir noch kein Seniorenwohnheim direkt an unserer Fußgängerzone? Teilhabe im Alter sollte an den lebendigsten Plätzen unsere Stadt ihren Ort haben", sagt Stadtrat Martin Lücke hierzu.

Zu den Bereichen Bildung und Kultur: Die SPD- Fraktion wird sich in den neu gegründete Bildungsbeirat aktiv einbringen. Die bereits vorhandenen sehr guten Angebote in Coburg, die lebenslanges Lernen durch alle Bevölkerungsschichten bieten, müssen erhalten und weiter ausgebaut werden. „Uns ist es wichtig, dass an dieser Stelle Verwaltung und Politik eng zusammenarbeiten: beim Finden neuer Fördermöglichkeiten wie beim Optimieren bestehender Konzepte“, so Stadträtin Johanna Thomack: „Der SPD-Fraktion ist bewusst, dass dies ein sehr weites Feld ist. Es ist deshalb umso wichtiger, es im Blick zu behalten.“ Als Beispiele nennt sie einen fließenden Übergang zwischen einzelnen Einrichtungen, die Vernetzung von schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten, die Verbindung von Schule und Jugendarbeit. Die Vertreter der SPD im Bildungsbeirat sind Johanna Thomack und Dominik Sauerteig und nehmen hiermit die Herausforderungen des demografischen Wandels an. Die Bildungslandschaft in ihrer vielfältigen Form zu erhalten, das liegt ihnen am Herzen. Im kulturellen Bereich will die SPD verstärkt private Initiativen unterstützen: Große Events und Projekte wie z.B. das Sambafestival sind aus privaten Initiativen entstanden. Dieses Potenzial müsse auch künftig genutzt werden, um die Coburger Kulturlandschaft zu stärken und weiter zu entwickeln, sagen die Stadträtinnen Adelheid Frankenberger und Franziska Bartl. Man müsse solchen Initiativen Starthilfe und fachliche Unterstützung entgegenbringen. „In Coburg geht noch mehr!“ – davon sind nicht nur die SPD- Stadträtinnen Bartl und Frankenberger überzeugt.

Ein eindeutiges Signal aus der Fraktion kam zuletzt noch in Richtung ICE-Halt: Dringend gefordert wird weiterhin ein Systemhalt in Coburg, die dringend notwendige Sanierung und der behindertengerechte Ausbau des Bahnhofes, sowie die Herstellung von ausreichend Parkmöglichkeiten.